Entwicklung Laserdisc

Info:

Hier wird kurz der zeitgeschichtliche Ablauf der Laserdisc umrissen.


Zeit  
1970 Die TED Bildplatte wird am 24.6. in Berlin vorgeführt. Dabei wird die Scheibe von einer Diamantnadel abgetastet. Ca. 25 Minuten analoges Video mit Ton passen auf eine Seite. Federführend waren Telefunken, Teldec und Decca.

1972

Philips stellt der Presse probeweise Player zum Abspielen von Videos
von einer Disc vor. Dabei blieb es auch lange Zeit.

1973

In den USA führt RCA das CED Bildplatten System (Selectavision Videodisc) vor.

In Deutschland gab es auf der Funkausstellung in Berlin folgendes:

Telefunken präsentiert den TED-Bildplattenspieler TP 1005 (TED = Television Disc), der für DM 1.148,- ab Januar 1974 in den Handel kommen soll. Eine 10-Minuten-Platte soll je nach Inhalt etwa DM 10,- bis DM 25,- kosten.
Philips demonstriert erstmalig öffentlich die Video-Langspielplatte nach dem System VLP (Video Long Play) mit Laserabtastung. Das Abspielgerät bietet Funktionen wie z. B. Standbild, Zeitraffer, Zeitlupe, Einzelbildschaltung und ist fernbedienbar. Die Speicherkapazität einer VLP-Platte beträgt maximal 45 Minuten. Eine Markteinführung ist aber nicht vor 1975 geplant.

1975

Funkausstellung Berlin:

Im Bereich Audiovision werden die Bildplattenvorführungen bei Telefunken mit großem Interesse verfolgt. Das TED-Abspielgerät befindet sich seit März im Handel mit etwa 150 verschiedenen TED-Bildplatten-Titeln.
Das VLP-Bildplattensystem von Philips soll nicht vor Ende 1977 in Europa eingeführt werden.
[Wurde es nicht -DD].

1978

Pioneer entwickelt die Bildplatte zur Serienreife weiter. Eine der treibenden Anwendungen war die Schulung der Cadillac Verkäufer von General Motors.

1980

Pioneer stellt die ersten Player für den Heimbereich vor.

1981

Anlässlich der Funkausstellung in Berlin führt Philips die Bildplatte (Laservision) in der PAL Variante vor:

Neben dem von Philips entwickelten Bildplattensystem mit optischer Abtastung (Laser Vision) werden von einigen japanischen Herstellern Abspielgerate nach der kapazitiven Abtastmethode (CED und VHD) vorgestellt. Diese untereinander nicht kompatiblen Systeme weisen eine gleichgute Bildqualität auf, mit einer Markteinführung ist aber nicht vor Herbst 1982 zu rechnen.

In den USA wird das CED System groß vermarktet. Aufgrund niedriger Verkaufszahlen (500.000 Abspielgeräte) wird es 1984 vom Markt genommen.

1982

Die Audio CD wird weltweit eingeführt.

In den USA bekommt die Bildplatte schon digitalen Ton.

1984

Die Produktion von Bildplatten wird in Europa eingestellt.

1985 Philips stellt nun auch die Fertigung von LD Playern ein. Es wurden nur 50.000 Stück verkauft.
1987 Die Laserdisc löst die Bildplatte ab. Der Hauptunterschied ist nun der digitale Ton, der technisch von der CD übernommen wurde. Die Single - CD-Video erscheint. Dies ist eine Musik CD (12cm) mit einer 6-minütigen VideoSpur. Kombiplayer erscheinen.
1991 Pioneer steigt in Europa in den Softwaremarkt ein und bringt massig Titel auf den Markt. Dies fördert den Absatz.
1992 In Japan wird, ziemlich erfolglos, eine HDTV Variante der LD angeboten.
1994 Die Laserdisc bekommt in der NTSC Version zusätzlich eine AC-3 Tonspur.
1995 NTSC Titel mit DTS Ton erscheinen.
1998

Durch die weltweite Einführung der DVD neigt sich die Ära der Laserdisc dem Ende zu.

Viele Presswerke schliessen.

1999 Die letzten Laserdiscs erscheinen in Deutschland.
2000 Die letzten Laserdiscs werden in Japan produziert.